Saturday, January 24, 2009

Story by Johanna: Im Wald alleine

Kapitel 1

Es war einmal in einem großen Wald an einer schönen Lichtung; da stand ein Haus. In dem Haus wohnte eine Mutter mit ihrem Kind. Die Mutter hieß Ingrid und ihr Kind Johanna. Sie waren sehr arm. Die Mutter ging jeden Tag Äpfel pflücken und auf das Feld, um Geld zu verdienen. Und das Kind war zu Hause und musste putzen und das Abendbrot machen.

Aber eines Tages klopfte es an der Tür. Johanna öffnete die Tür. Vor der Tür stand ein komischer Mann. Seine Ohren waren spitz wie Dornen. Er war so klein wie ein Zwerg. Er sagte: „Guten Tag, junges Fräulein! Ich verkaufe Schmuck.“

Johanna sagte: „Das ist wirklich wunderschön was Sie mir anbieten, aber ich habe kein Geld.“ Der Zwerg antwortete: „Mein Kind, das macht doch nichts. Nur ein paar schöne Steine. Komm doch mit mir nach Hause. Ich zeige dir, wo du schöne Steine her bekommst!“

Johanna sagt: „Oh, ja. Ich weiß bloß nicht, ob mein Mutter damit einverstanden ist.“

Der Zwerg sagte: „Ich kenne deine Mutter. Ich habe sie heute getroffen und gefragt, ob du darfst. Und freust du dich?“

„Au, ja“.

„Dann komm mit! Wir haben einen langen Weg vor uns.“

„Aber doch nicht durch den Wald!“ sagt Johanna ängstlich.

„Ich habe Licht. Das du dich nicht so ängstlich fühlst. Also los! Worauf warten wir noch?“

Sie ging mit dem Zwerg mit und er nahm sie an die Hand. Sie kamen immer tiefer in den großen Wald. Und der Zwerg hatte nur noch ein einziges Streichhölzchen in seiner Tasche. Das war schon zu Ende gebrannt. Johanna fühlte sich sehr ängstlich. Der Zwerg aber lies sie nicht mehr los. Er nahm sie so dolle an die Hand, dass Johanna sagen musste: „Warum drückst du mich denn so feste?“ Der Zwerg antwortete nicht.

Johanna sagte: „Wo sind denn die schönen Steine?“

„Welche schönen Steine?“

Und erst jetzt bemerkte Johanna, dass er sie angelogen hatte. Als sie bei einem alten Haus, das fast ganz kaputt war, ankamen, sagte der Zwerg: „So, da sind wir.“ Und sperrte sie in seinem Keller ein.

Kapitel 2

Johanna war sehr traurig. Wäre sie bloß nicht mitgegangen! Ihre Mutter macht sich bestimmt Sorgen. Wie sie sich bloß erschreckt haben müsste. Der einzige Lichtstrahl durch den Keller kam durch ein kleines Fenster, wo kein Glas sondern nur Eisengitter davor waren. Die ersten fünf Minuten waren noch ziemlich spannend für sie. Denn sie fand die Dunkelheit zuerst super. Aber dann kam es ihr doch unheimlich vor. Durch das offene Fenster schauten plötzlich Tiergesichter rein. Ein Reh, ein Vogel, ein Hase und ein Eichhörnchen. Johanna sah sie und erschreckte einwenig aber nach dem ersten Schrecken war es wieder gut. Die Tiergesichter sahen nett aus. Johanna sagte zum Eichhörnchen: „Komm doch durch ein Gitterloch!“ Und das tat das Eichhörnchen auch. Es schlüpfte durch einen kleinen Spalt. Dann kuschelte es sich neben Johanna.

Johanna fragte: „Möchtet ihr alle meine Geschichte hören?“ Die Tiere nickten mit dem Kopf. Johanna begann zu erzählen. Die Tiere wollten ihr helfen.

Und gemeinsam planten sie einen guten Plan. Nämlich der Plan ging so: Über der Tür hing ein Wassereimer, den das Klettereichhörnchen hingehängt hatte. Als der Zwerg nach Hause kam, stand das Eichhörnchen oben an der Tür auf einem Brett und zog an einer Schnur. Plötzlich schrie der Zwerg auf. Denn er konnte kein Wasser leiden. Er ging erstmal mit Seife sich abschrubben. Die erste Zeit war es noch schön in der Vorratskammer, da hatten die Tiere und Johanna sich es gemütlich gemacht. Gleichzeitig versteckten sie sich, wenn der Zwerg vorbei kam oder reinschaute.

Der zweite Teil vom Plan ging so: Als der Zwerg vom Waschen wieder kam, klebte im Flur auf dem Boden Kaugummi, Kleister und Klebstoff. Der Zwerg konnte für ein paar Jahre jetzt nicht mehr weg. Johanna und die Tiere flohen aus dem Haus. Die Tiere hatten auch einen Unterschlupf im Wald. Denn es war sehr spät am Abend. Am nächsten Morgen holten sie große dicke Steine vom Brunnen. Damit machten sie das Haus vom Zwerg kaputt. Das Reh konnte sehr gut riechen und so fanden sie den Weg wieder zurück zu Johannas Mutter. Die Mutter war so glücklich und deswegen baute sie ein Haus im Garten für die Tiere.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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